Jezera

Der Fischerort Jezera ist bei Badelustigen und Bootsbesitzern gleichermaßen beliebt. Der Jachthafen und die Segelschule tragen während der Sommersaison ebenso zum munteren Treiben in dem 400-Einwohner-Ort bei wie die schönen flachen Kieselstrände und das stimmungsvolle Ambiente der Altstadt entlang des Hafenbeckens.

Obwohl der Boden rings um Jezera nicht besonders fruchtbar ist, darf der Fischerort stolz auf seine blühenden Gärten mit den gelb leuchtenden Quitten sein. Der Fischfang spielt noch immer eine bedeutende Rolle, wovon auch die Touristen in vielerlei Hinsicht profitieren. Neben dem hervorragenden kulinarischen Angebot an fangfrischen Spezialitäten können die Besucher von Jezera auch für einen Tag auf einem Fischerboot "anheuern" und dabei allerlei Interessantes über dieses Handwerk erfahren. Unterkünfte findet man in Privatzimmern, auf Campingplätzen und schönen Ferienwohnungen, die oftmals über Balkone und Terrassen mit herrlichem Meerblick verfügen.

Der gut geschützte Jachthafen wird von Bergen umgeben, die störende Winde fernhalten; neben vielen Anlegeplätzen bietet er auch eine gute Infrastruktur mit Werkstatt, Kran, Tankstelle und sogar einer Tauchschule. Hinter der Marina von Jezera erstrecken sich die flachen mit Kies bedeckten Badestrände des Ortes, wo das kristallklare Meer zum unbeschwerten Planschen und weiter draußen auch zum Schnorcheln einlädt. Entschließt man sich zu einem Ausflug auf die andere Seite der Bucht, die bequem zu Fuß zu erreichen ist, wird man mit einem völlig anderen Landschaftsbild belohnt: Hier locken zerklüftete Felsstrände, die von ausladenden Pinien angenehm überschattet werden. Dabei fällt der Blick auf winzige grüne Inselchen, die fast vollkommen rund in der Adria liegen und ein besonders malerisches Bild bieten. Schöne Badebuchten findet man auch an der Bucht Lovisca in Richtung Tisno. Tennisfreunde wissen die gigantische Tennisanlage beim dortigen Campingplatz sehr zu schätzen.

Der alte Ortskern von Jezera wird von der im 17. Jahrhundert errichteten Dorfkirche dominiert, die auf den Fundamenten einer älteren Kirche erbaut wurde. Fischrestaurants, Cafés und diverse Geschäfte reihen sich um das Hafenbecken und bilden das natürliche und sehr ansprechende Zentrum des lebhaften kleinen Städtchens. Oberhalb der Bucht erhebt sich der Berg Motar, auf dem die Illyrer vermutlich einen Wehrturm erbauten, der vorbeifahrende Schiffe mit Feuersignalen steuerte. Sehr folkloristisch und ausgelassen geht es in Jezera jedes Jahr von Mitte Juli bis Ende September zu. Dann feiert der Ort die "Tage des Meeres", zu denen Fischer aus aller Welt anreisen und viele bunte Programmpunkte zu diesem Fest beisteuern. Volkstänze, ein Wettschwimmen der Frauen, Regatten und diverse Kunstausstellungen geben diesem "Meeresfestival" ein abwechslungsreiches und farbenfrohes Gepränge, das viele Besucher von nah und fern und natürlich auch Touristen anzieht.